Empiriepraktikum

Das Empiriepraktikum, auch EMPRA genannt, ist ein praxisorientierter Kurs, der sich auf die eigenständige Planung, Durchführung und kritische Analyse empirischer Forschung konzentriert. Die Teilnehmer entwickeln Fähigkeiten in der Formulierung von Forschungsfragen, der Erstellung und Prüfung von Hypothesen, dem Entwurf von Forschungsplänen, der Durchführung empirischer Studien und der Analyse und kritischen Diskussion der Ergebnisse. Das Seminar integriert Projekterfahrungen, um die Fähigkeit der Studierenden zu verbessern, ihre eigenen Forschungsergebnisse effektiv durchzuführen und zu präsentieren.

EMPRA Conference 2026

Wann und wo

Die Empra-Konferenz findet am Mittwoch, dem 4. Februar, von 10 bis 12 Uhr statt. Veranstaltungsort ist der Raum M3N/2.32 sowie das Foyer vor diesem Hörsaal.

Programm

When What Where
10:00 Eröffnung und Begrüßung von Prof. Dr. Carbon M3N/2.32
10:15 Vortragssitzung M3N/2.32
11:00 Poster Session mit Getränken und Snacks Foyer vor M3N/2.32
11:45 Preisverleihung und Abschluss Foyer vor M3N/2.32

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Vorträge

T1

Prospektive Gedächtnislücken
Markus Beer, Lisa Lindthaler, Juliane Weber, Sarah Weber, & Antonia Voelzke
Supervisor: Johanna Hartung
Abstrakt Diese Studie untersucht den Einfluss der Erhebungsmethode auf die Anzahl berichteter prospektiven Gedächtnislücken im Alltag. Der Forschungsstand legt nahe, dass die Erhebungsfrequenz die Anzahl der berichteten prospektiven Gedächtnislücken beeinflussen kann. Bislang fehlen jedoch Untersuchungen, die zwei unterschiedliche Erhebungsfrequenzen innerhalb derselben Stichprobe vergleichen. Diese Forschungslücke schränkt die methodische Vergleichbarkeit bisheriger Befunde ein und erschwert die Gestaltung künftiger Forschungsdesigns. In dieser Studie durchliefen Proband*innen (Erwachsene ab 18 Jahren, ohne neurologische Beeinträchtigungen, mit ausreichenden Deutschkenntnissen) in einem Cross-Over-Design randomisiert zwei unterschiedliche Messfrequenzen. Die Erhebungsdauer betrug 2 Wochen (ohne Erhebungspause), wobei die Versuchspersonen in einer Woche einmal täglich und in der anderen Woche dreimal täglich befragt wurden. Die Ergebnisse unserer Studie zeigen, dass die Erhebungsmethode die Anzahl der berichteten prospektiven Gedächtnislücken systematisch beeinflusst. Sowohl der t-Test (p < .001) als auch der Haupteffekt „Messfrequenz“ der ANOVA (p<.001) deuten darauf hin, dass die Häufigkeit prospektiv berichteter Gedächtnislücken bei der dreimal täglichen Befragung signifikant höher ist. Weder der Haupteffekt der Reihenfolge der Erhebungsbedingungen noch der Interaktionseffekt zwischen Erhebungsfrequenz und Erhebungswoche der ANOVA haben sich als signifikant erwiesen. Die Pearson-Korrelation beträgt r = .56 und weist auf einen moderaten Zusammenhang zwischen den beiden Erhebungsmethoden hin. Die Generalisierbarkeit der Ergebnisse wird durch die hohe Stichprobenhomogenität (v.a. Geschlecht, Alter und Berufliche Tätigkeit) und die geringe Versuchspersonenanzahl (n=60) eingeschränkt. Unsere Befunde legen nahe, dass die Wahl der Erhebungsmethode die Ergebnisse systematisch beeinflusst und daher in zukünftigen Untersuchungen als kritische Einflussvariable explizit berücksichtig werden sollte.

T2

Award

The Illusion of Simplicity: Gestalt Effects on Copying Behavior
Marie Fischer, Annika Luschtinetz, & Ines Scheibel
Supervisor: Alexander Pastukhov
Abstrakt Die visuelle Wahrnehmung wird maßgeblich durch Gestaltprinzipien geprägt, die die Organisation und Strukturierung visueller Informationen unterstützen. Sie helfen dabei, das, was wir sehen, zu strukturieren und zu organisieren. Menschen zeigen dabei eine generelle Präferenz für einfache Gestalten. In der vorliegenden Studie wird untersucht, wie sich aktionsbezogene Entscheidungen auf die Wahrnehmung von Einfachheit von Mustern beeinflussen. Einfachheit wird operationalisiert durch geringere Anzahl an Kombinationen von Farben und Formen sowie über die kürzere Pfadlänge der Muster. Elf Versuchspersonen haben in 100 Trials aus jeweils eines von zwei präsentierten Mustern ausgewählt, das sie als einfacher nachzustellen einschätzen. Ausgewählte Muster wurden anschließend mithilfe einer Toolbox kopiert. Die Ergebnisse zeigen, dass überwiegend Muster mit weniger Kombinationen und kürzerer Pfadlänge gewählt und reproduziert worden sind. Dennoch traten einige systematische Abweichung von dieser technisch optimalen Strategie auf, die durch alternative Heuristiken erklärbar sind. Besonders häufig zeigt sich eine Präferenz für geordnete Muster, insbesondere entlang kardinale Achsen gegenüber diagonalen Anordnungen. Zudem wird Einfachheit stärker über die Anzahl der verwendeten Farben als über andere Merkmale bewertet. Insgesamt verdeutlichen die Ergebnisse, dass Gestaltprinzipien zur Beurteilung von Einfachheit herangezogen werden. Die kognitiv bevorzugten Strategien entsprechen dabei nicht immer der technisch optimalen Lösung, stehen jedoch in signifikanter Beziehung zu ihr.

T3

Modulation des Onset Repulsion Effects nach spielbasiertem Kontextlernen
Andreas Kireev, Thury Knorr, & Florian Skarke
Supervisor: Alexander Pastukhov
Abstrakt Der Onset Repulsion Effect beschreibt einen systematischen Lokalisationsfehler, bei dem der Startpunkt eines sich bewegenden Objekts im Mittel entgegen seiner tatsächlichen Bewegungsrichtung vermutet wird.Es wird angenommen, dass der Onset Repulsion Effect nicht auf statischen Vorstellungen basiert, sondern sich durch kontextabhängiges Lernen dynamisch modulieren lässt. Diese Studie zielt darauf ab, den Onset Repulsion Effect einerseits zu replizieren, andererseits zu untersuchen, inwiefern der Effekt durch das Erlernen eines statistischen Modells über magnetische Wirkkräfte beeinflusst werden kann. Dafür wurde ein zweiteiliges Laborexperiment entwickelt. Die erste Phase besteht aus einem Videospiel, das den Versuchspersonen besagtes Modell vermitteln soll. In der zweiten Phase wurde der Onset Repulsion Effect repliziert und mithilfe eines non-parametrischen Bootstrapping-Verfahrens ausgewertet. Neben einer erfolgreichen Replikation zeigen die Ergebnisse, dass das Training im Gruppenmittel zu einer kleinen systematischen Verschiebung führt. Diese Verschiebung ist konsistent mit der Annahme, dass erlernte Erwartungen über externe Kräfte der Wahrnehmung früherer Bewegungsphasen beeinflussen könnten. Gleichzeitig gibt die interindividuelle Variabilität einen Hinweis darauf, dass der Effekt nicht bei allen Teilnehmenden gleichermaßen auftritt. Insgesamt legen die Befunde nahe, dass der Onset Repulsion Effect zumindest teilweise durch erlernte kontextuelle Modelle moduliert werden könnte. Eine weiterführende Untersuchung mit alternativen Aufgabenformaten, erweiterten Eingabemodalitäten und einem Fokus auf spezifische Bewegungsachsen könnte die aktuellen Resultate weiter untermauern.

Posters

P1

Care about yourself! Existentielle Selbstfürsorge in Krisenzeiten
Theresa Hesse, Lua Kirbach, Lena Maute, & Jana Tabash
Supervisor: Stefan Blümel
Abstrakt Die gegenwärtige Zeit ist geprägt von globalen Krisen und einer allgegenwärtigen Medienberichterstattung, die sich negativ auf das psychische Wohlbefinden auswirken kann. Ausgehend von der existenziellen Psychotherapie und der Selbstbestimmungstheorie stellt sich daher die Frage, ob eine kurze ressourcenorientierte Selbstfürsorge-Intervention ein beeinträchtigtes Freiheitsgefühl nach negativen politischen Nachrichten wiederherstellen kann. In einer Online-Studie (N = 123) wurden die Teilnehmenden einer fiktiven Radionachricht zur Wiedereinführung der Wehrpflicht ausgesetzt. Anschließend führte die Experimentalgruppe (nE = 56) eine ressourcenorientierte Schreibübung durch, während die Kontrollgruppe (nK = 67) neutrale Rechenaufgaben bearbeitete. Das Autonomieerleben wurde zu drei Messzeitpunkten mit den Subskalen „Autonomy Satisfaction“ und „Autonomy Frustration“ der BPNSFS erhoben. Die Konfrontation mit der Nachricht führte zu einer signifikanten Verringerung der Autonomy Satisfaction (t(122) = -8.048; p < .001; d = -0.726) und einer signifikanten Erhöhung der Autonomy Frustration (t(122) = 7.275; p < .001; d = 0.656). Die anschließende Intervention zeigte jedoch keinen Interaktions-Effekt (Autonomy Satisfaction F(1,121) = 0.489; p = 0.486 und Autonomy Frustration: F(1,121) = 1.467; p = 0.228). Jedoch zeigte sich ein signifikanter Zeit-Effekt hinsichtlich zunehmender Autonomy Satisfaction-Werte (F(1,121) = 48.063; p = < 0.001; ɳ2 = 8.620x104) und sinkender Autonomy Frustration-Werte (F(1,121) = 35.318; p = < 0.001; ɳ2 = 0.002). Es ist also feststellbar, dass eine Selbstfürsorge-Intervention zwar keinen signifikanten Effekt mit sich bringt, jedoch genügend Zeit dazu führt, dass das Gefühl der Autonomie wieder zunimmt. Deshalb lässt sich für zukünftige Forschung festhalten, dass Vermittlung von politischen Maßnahmen, die das Autonomiegefühl unterstützt, einer wahrgenommenen Einschränkung des Freiheitsgefühls entgegenwirken könnte. Soziodemografische Daten inklusive der Vorerfahrung mit politischen Krisen könnten in zukünftige Untersuchungen als Moderatoreffekte berücksichtigt werden.

Poster

P2

Haben Nachrichten Einfluss auf unsere Angst vor dem Tod?
Emily Kolb, Matilda Ley, Michael Wachter, & Cheyenne Will
Supervisor: Stefan Blümel
Abstrakt Der Nachrichtenkonsum, der heutzutage einen festen Bestandteil des alltäglichen Lebens einnimmt, kann das psychische Wohlbefinden beeinflussen. Darüber hinaus bildet die Auseinandersetzung mit dem Tod einen zentralen Bestandteil des existenziellen Kernkonflikts, wodurch die Todesangst stetig präsent ist. Ziel der Online-Studie war es herauszufinden, wie sich die Konfrontation mit positiven beziehungsweise negativen Nachrichtenartikeln auf die Todesangst der Rezipienten auswirkt. Die Versuchspersonen (N = 141) wurden randomisiert in zwei Gruppen eingeteilt und ihre Todesangst wurde vor der Textintervention mit der Death Anxiety Scale-Extended (DAS-E) erhoben. Die erste Gruppe erhielt einen fiktiven Nachrichtenartikel zur positiven Entwicklung des Gesundheitssystems und die zweite Gruppe einen thematisch gleichen Nachrichtenartikel jedoch mit konträrer, sprich negativer Valenz. Erneut wurde die Todesangst der Versuchspersonen mit der DAS-E ermittelt. In der Untersuchung zeigte sich entsprechend der Erwartungen ein signifikanter Interaktionseffekt (F(1,139)=7.170, p=.008, η²= 0.001), der verschiedene Entwicklungen der Todesangst in Abhängigkeit von der Gruppe über die Zeit hinweg indiziert. Es zeigte sich allerding kein signifikanter Anstieg der Todesangst beim Konsum der negativen Nachricht (t (139)= -0.492, p= 1.000, d= -0.018), sowie eine unerwartete signifikante Abnahme der Todesangst nach der Rezeption der positiven Nachricht (t (139)= 3.325, p= .007, d= 0.12). Die Ergebnisse ergänzen Studien, die Verbesserungen des emotionalen Zustands durch den Konsum positiver Nachrichten zeigen konnten, um eine ebenso erfolgende Abnahme der Todesangst. Künftige Forschung sollte sich differenzierter mit weiteren Nachrichteninhalten (Krieg, Terror, Klima…), sowie die im Zusammenhang mit diesen Themen auftretenden Auswirkungen des Konsums positiver Nachrichten auf die Todesangst, auseinandersetzen.

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P3

Glaube und Zukunftsangst
Emma Merz, Felicia Dourado Braungart, & Sophia Künzl
Supervisor: Stefan Blümel
Abstrakt Die existenzielle Psychotherapie geht davon aus, dass Angst aus den vier „ultimativen Existenzthemen“ – Tod, Freiheit, Isolation und Sinnlosigkeit – entsteht. Innerhalb dieses Rahmens postuliert Irvin D. Yalom Religiosität/Spiritualität als eine Form der existenziellen Bewältigungsstrategie, die Sinn, Hoffnung und Orientierung angesichts grundlegender Unsicherheiten bieten kann. In der bisherigen Erforschung dieses Gebiets konnten positive Effekte von Religion auf Ängste in Krisensituationen, wie der Corona Pandemie gefunden werden, generell ist die Studienlage allerdings bislang ambivalent. Auf Grundlage dessen wurde in dieser Studie der Effekt von Religiosität auf Zukunftsangst untersucht, wobei vermutet wurde, dass eine höhere Religiosität mit einer geringeren Ausprägung der Zukunftsangst einhergeht. Da Neurotizismus unabhängig davon als zentraler Persönlichkeitsprädiktor für Angsterleben angesehen wird, wurde angenommen, dass Neurotizismus einen stärkeren Beitrag zur Erklärung von Zukunftsangst leistet als Religiosität. Insgesamt konnten 185 (M= 27, SD=13.54) Teilnehmende für diese Online-Fragebogen Studie rekrutiert werden. Religiosität wurde mit der CRS, Zukunftsangst mit der FAS und Neurotizismus mit der Neurotizismusskala BT5 erfasst. Zur Auswertung der Daten wurde eine hierarchisch lineare Regression herangezogen, bei der sich entgegen der Erwartung kein signifikanter Effekt zwischen Religiosität und Zukunftsangst, jedoch zwischen Neurotizismus und Zukunftsangst zeigte. Diese Ergebnisse stehen im Kontrast zu der Annahme, dass Religiosität eine geeignete Bewältigungsstrategie gegen Zukunftsangst darstellen kann. Was das für einzelne Individuen bedeutet und ob es Unterschiede zwischen verschiedenen Religionensgemeinschaften/ Praktiken gibt, muss in Zukunft weiter erforscht werden.

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P4

Einfluss autonomieunterstützender vs. kontrollierender Sprache auf das subjektive Freiheitsgefühl
Selina Christina Wölflick, Luisa Preiß, Jennifer Michaela Hammerl, & Kiara Marie Forst
Supervisor: Stefan Blümel
Abstrakt Wie aus bisheriger Forschung hervorgeht, ist das Erleben von Freiheit zentral für das psychische Wohlbefinden von Menschen. Fühlen sich diese in ihrer Handlungsfreiheit eingeschränkt, sind sie motiviert, diese wieder herzustellen. Durch verschiedene Sprachformen, wie kontrollierende oder autonomieunterstützende Sprache, lässt sich das Freiheitsgefühl beeinflussen, wobei kontrollierende Sprache eine größere Bedrohung darstellt. Diese Studie untersucht inwiefern sich unser subjektives Freiheitsgefühl, durch den Einfluss sprachlicher Formulierungen, wie „müssen, sollen“ und „möchten, wollen“, kurzfristig verändert. In einer Interventionsstudie wurden die Teilnehmenden (N = 101) randomisiert zwei Textbedingungen („müssen, sollen“ vs „möchten, wollen“) zugewiesen. Nach Erfassung der momentanen Stimmung mittels PANAS, wurde das subjektive Freiheitsgefühl vor und nach der Intervention mittels BPNSFS erhoben. Beide Gruppen starteten mit einer vergleichbaren emotionalen Basis, womit die Randomisierung als erfolgreich gilt (positive affect: t (99) = 1.23, p = .22; negative affect: t (99) = 1.66, p = .10). Es gab keinen Unterschied zwischen den Gruppen in der Entwicklung des Freiheitsgefühls über die Zeit (F (1,99) = 2.32, p = .13). Innerhalb der „möchten, wollen“-Gruppe gab es eine signifikante Abnahme des Autonomieempfindens (t (99) = 4.40, p < .001, d = .50). Möglicherweise führte der Interventionstext insgesamt zu einem reduzierten Freiheitsempfinden, da er überwiegend vermeidungsmotiviert formuliert war und implizit die Furcht vor Misserfolg thematisierte. Diese übergeordnete kontrollierende Grundvalenz könnte die potenziell positiven Effekte autonomieunterstützender Sprache überlagert haben. Zudem könnte das verpflichtende Lesen des Textes, die wahrgenommene Handlungsfreiheit eingeschränkt haben. Zukünftige Forschung könnte klären, welche sprachlichen Merkmale Kommunikation tatsächlich als autonomieunterstützend oder kontrollierend wirken lassen. Darauf basierende Leitlinien wären insbesondere in pädagogischen, therapeutischen oder organisationalen Kontexten relevant, da dort Sprache gezielt eingesetzt wird, um Motivation, Verhalten und Leistung zu beeinflussen.

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P5

Award

The Influence of historical background information on the perception of exhibition objects in museums
Valerie Alva Wings, Pauline Felicitas Wittig, Linn Anna Oswald, Emilia Rosa Stella Schagerl, Hannah Leonie Marie Claassen, & Helena Jana Dannenberg
Supervisor: Itay Goetz
Abstrakt Background information is known to shape the perception and appreciation of artworks, yet its emotional impact within historically themed exhibitions remains underexplored. This led us to the question whether valence-based background information influences aesthetic perception, emotional experience, and engagement behavior in an exhibition context. Using a between-subjects experimental design, 54 participants were randomly assigned to one of three conditions: positive priming, negative priming, or no priming. Prior to visiting the exhibition, participants completed measures of moral identity and prior knowledge to ensure group equivalence. Participants in the experimental conditions received a short priming text conveying either positively or negatively valenced background information. Participants then freely explored the exhibition without time constraints. Dependent variables included aesthetic evaluations, emotional experience assessed via selected PANAS items and situation-specific emotion adjectives, and time spent in the exhibition. Preliminary analyses revealed no significant group differences in moral identity or prior knowledge. Contrary to expectations, priming did not significantly affect aesthetic judgments or time spent in the exhibition. However, negative priming led to significantly higher levels of disgust and anxiety compared to positive priming. These findings suggest that background information may selectively modulate negative emotional responses without altering aesthetic appraisal or behavioral engagement. The results highlight the context-dependent effects of background information in exhibitions. For further research we suggest working with a larger sample size and object-specific informational manipulations.

Poster

P6

Can sad artworks help us cope with sadness?
Victoria Wunderlich, Alix Baltasar, Lea Steinbrück, & Deborah Stiel
Supervisor: Itay Goetz
Abstrakt Does sad art help individuals cope with sadness, and does the type of art - abstract or representational - play a role in this process? Literature suggests that sad music helps us cope with feelings of sadness. The present study examined whether that effect can be found for sad paintings as well. An online survey was conducted using an artwork database with sadness ratings for paintings of different artistic movements and time periods. Seven paintings were chosen for each condition and participants were redirected either to the abstract survey or the representational one. Statistical analysis using a mixed ANOVA showed a highly significant decrease in sadness between the measurement after mood induction and the measurement after viewing the artworks. There was no significant difference between the abstract and the representational condition. Participants did not rate these paintings as sad, which brings up the question of what caused the effect? An explanation may be that the viewing of the artwork served as a distractor, rather than a coping-tool, which research has shown is very effective in coping with emotions. It is also possible that the action of viewing the artworks was not the crucial factor but rather that the time that had passed between mood measurements caused the results.

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P7

Award

Perception of violence against women in art
Selina Zimmermann, Stella Meng, Vera Eidenschink, Bela Müller, & Oliver Neitzke
Supervisor: Itay Goetz
Abstrakt Considering many recent events of historical female statues being vandalized and female artists being subjected to violence during art performances, the question, whether violence against women is more accepted in the context of art, arises. The perception of violent acts as art may create distance, which allows the embrace of artistic value. This study tested whether the labelling of violent photographs as art versus non-art changes the perception of their content. Specifically, the participants in the art condition were expected to report higher aesthetic ratings, more positive emotions and a stronger distance from the pictures. The participants (n=79) took part in an online survey and were randomly assigned to either an art or non-art condition. They were asked to rate their perception of the same fourteen photographs, seven of which contained violence. As expected, there was no significant eIect for the neutral stimuli. There were no significant diIerences regarding the distancing factor and emotional experience, yet the violent content in the art condition was rated higher in aesthetic value. The descriptive trends and data suggest that the stimuli and manipulation may not have been eIective enough. The absence of a clear eIect could be caused by under-distancing or the high immoral value of the stimulus material, described by the distancing-embracing model. These results may imply that the aesthetic value of violent art is evaluated regardless of moral and emotional judgement. Therefore, this study may contribute to explaining recurring themes of violence against women in art and thus have real-world implications.

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P8

Vergessen im Rückblick: Unterschiede in den Berichten über die Frequenz retrospektiver Memory Lapses
Yelyzaveta Berezina, Bennet Brunkhorst, Sabrina Ana Fierescu, Katja Hierl, & Emmy Hoyer
Supervisor: Johanna Hartung
Abstrakt Daily Memory Lapses sind ein alltägliches Phänomen, bei dem etwas vergessen wird (z. B. Medikamenteneinnahme) und welches gesunde Menschen jeden Alters betrifft. Sie sind mit anderen Alltagserfahrungen wie Wohlbefinden, Stress, Lebenszufriedenheit sowie Lebensumständen verbunden und können das Leben eines Menschen auf die eine oder andere Weise beeinträchtigen. Man unterscheidet zwischen prospektiven, retrospektiven und aufmerksamkeitsbezogenen Memory Lapses. In unserer Studie haben wir einmal und dreimal tägliche Messungen retrospektiver Gedächtnislücken verglichen, um ihre Frequenz zu erfassen und zu untersuchen, ob diese von der Erhebungsmethode beeinflusst wird. Wir haben eine Online-Erhebung über einen Zeitraum von zwei Wochen mit einer Stichprobengröße von 60 Personen durchgeführt. Die Teilnehmenden wurden zufällig zwei Gruppen zugeteilt - jeweils eine Woche pro Erhebungsmethode für einen within-person Vergleich. Für die Erfassung der retrospektiven Gedächtnislücken haben sie den Daily Memory Lapses Questionnaire beantwortet. Personen, die in der ersten Woche einmal täglich und in der zweiten Woche dreimal täglich befragt wurden, berichteten mehr retrospektive Memory Lapses als Personen in der anderen Gruppe. Zudem berichteten dieselben Personen bei der dreimal täglichen Befragung mehr retrospektive Gedächtnislücken als bei der einmal täglichen Befragung. Die Ergebnisse liefern eine mögliche Erklärung für Unterschiede in der berichteten Frequenz retrospektiver Memory Lapses in Studien mit verschiedenen Erhebungsmethoden. Die vorliegende Studie gibt den Anstoß für zukünftige Forschungen im Bereich alltäglicher Gedächtnisprobleme und verdeutlicht zugleich, dass es wichtig ist, Unterschiede zwischen den Erhebungsmethoden bei der Interpretation der Ergebnisse zu berücksichtigen.

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P9

Wie Messmethoden das berichtete Ausmaß von Memory Lapes beeinflussen: Ein Fokus auf aufmerksamkeitsbezogene Gedächtnislücken
Charlotte Hentschel, Lena Aldinger, Marie Hetzer, Emely Kürten, & Kathrin Eder
Supervisor: Johanna Hartung
Abstrakt Verwendet wurde dabei ein 2x2 Crossover Design, welches als intensiv längsschnittliche Studie angelegt wurde. 60 Probanden (Geburtsjahr Mittelwert: 2003) haben hierbei über einen Zeitraum von zwei Wochen die Daily Memory Lapses Checklist ausgefüllt. In der Abschlussbefragung sollten sie den Memory Functioning Questionnaire ausfüllen. Die Zuordnung zu den zwei oben genannten Gruppen (1. Woche 1-mal täglich, 2. Woche 3-mal täglich oder umgekehrt erfolgte randomisiert. Ergebnisse Die berichtete Frequenz der Gedächtnislücken in den beiden Erhebungsmethoden unter-schieden sich signifikant voneinander und die aufmerksamkeitsbezogenen Items in den jeweiligen Erhebungsmethoden korrelierten stark positiv. In der Phase mit einmal tägli-cher Befragung traten mehr aufmerksamkeitsspezifische Gedächtnislücken auf als in der Phase mit dreimal täglicher Befragung. Dieser innerhalb der Personen beobachtete Effekt entsprach einem umgekehrten Muster gegenüber den Erwartungen. Die zugrunde liegenden Ursachen dieses Effekts konnten im Rahmen der vorliegenden Untersuchung nicht eindeutig geklärt werden. Diskussion Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Art der Erhebungsmethode einen bedeutsamen Ein-fluss auf die berichtete Frequenz von Memory Lapses hat und somit einen Erklärungsan-satz für Unterschiede zwischen Untersuchungen zu Memory Lapses bietet. Weiterfüh-rende Forschung sollte sich mit der Frage beschäftigen, wie hoch die Übereinstimmung von Selbstberichten und tatsächlich vorhandenen Gedächtnislücken wirklich ist.

Poster

P10

Volitional control in multistability vs. repetition priming
Kathrin Butzhammer, Noelle Frank, & Maxin Hölscher
Supervisor: Alexander Pastukhov
Abstrakt Multistabile Wahrnehmung und Aufgaben der visuellen Suche mit Repetition Priming werden häufig zur Untersuchung kognitiver Flexibilität und Top-down-gesteuerten Kontrollprozessen eingesetzt. Unklar ist bislang, ob die Leistungen in diesen Aufgabentypen auf gemeinsamen zugrundeliegenden Mechanismen beruhen. Ziel unserer Studie war es, dies zu untersuchen. An der Studie nahmen 38 Versuchspersonen teil, von denen 37 in die Analyse eingeschlossen wurden. Die Teilnehmenden bearbeiteten einen Mulitstability-Task, bei dem sie eine rotierende Kugel betrachteten und wahrgenommene Richtungswechsel angeben sollten. Dabei gab es drei Instruktionsbedingungen: Die rotierende Kugel passiv betrachten (Passive), den Richtungswechsel aktiv herbeiführen (Speed-up) und den Richtungswechsel unterdrücken (Inhibit). Es wurde jeweils die Häufigkeit der wahrgenommenen Richtungswechsel erfasst. Außerdem bearbeiteten die Probanden ein Repetition-Priming-Task. Hier bestand die Aufgabe darin, diejenige von acht rotierenden Kugeln zu identifizieren, deren Drehbewegung sich von den anderen sieben unterschied. Dabei wurden die Reaktionszeiten und Reaktionszeitveränderungen durch Wiederholungen erfasst. Um den Zusammenhang zwischen den Aufgabentypen zu untersuchen, wurde eine Korrelationsanalyse durchgeführt. Auf Gruppenebene zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen den Instruktionsbedingungen im Multistability-Task. Ebenso zeigten sich robuste Repetition-Priming-Effekte. Leider ergaben sich keine systematischen Korrelationen zwischen den Leistungen in beiden Aufgabentypen. Unsere Befunde sprechen dafür, dass multistabile Wahrnehmung und Repetition Priming unterschiedliche, aufgabenspezifische kognitive Mechanismen abbilden. Dies widerspricht der intuitiven Annahme eines übergreifenden Mechanismus kognitiver Kontrolle.

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P11

Decoding Denim: Visual Design Features Driving Liking, Quality, and Sustainability Perceptions in 464 Pairs of Jeans
Rolian Genjo, Christof Huberth, Sophia Süß, & Lotta Straube
Supervisor: Alexander Pastukhov
Abstrakt It remains unclear which specific visual design features systematically shape product perception in textile design, particularly with regard to product liking, perceived quality, and perceived sustainability. To address this gap, this study examines explicit visual design features using denim jeans as an exemplary product category. Denim is widely used, culturally familiar, and mass-produced, making it well suited for isolating subtle design effects within a highly scalable and everyday context. A comprehensive metadata catalogue of 27 visual design features was compiled for 464 pairs of jeans, including information on silhouette, color characteristics (main colors, color spread, and color intensity), product finishing, and the presence and placement of special design components. The full or partial product set was subsequently evaluated by participants (n = 286) with respect to product liking, perceived quality, and perceived sustainability. Feature importance was assessed using random forest models. Results show that product liking is primarily influenced by the absence of special design components, silhouette, lower color spread, and color intensity, particularly in the red and blue spectrum. Perceived quality and sustainability are most strongly associated with lower degrees of distressing, less special components, lower color spread, and silhouette types. Overall, the findings suggest that consumers tend to rely on familiar, prototypical design configurations. Classic blue or dark jeans, with minimal decoration and low distressing, are perceived as higher in quality and sustainability and are also better liked, indicating a strong preference for traditional design norms in this product category. Future research may build on these findings to further explore the relationship between visual design features and product perception.

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P12

Ambiguous Switch and the Feeling of Agency
Neele Kleinert, Julika Berndt, & Ronja Beck
Supervisor: Alexander Pastukhov
Abstrakt Das Gefühl der Handlungskontrolle („Feeling of Agency“) beschreibt die subjektive Erfahrung, selbst der Verursacher einer Handlung oder eines Ereignisses zu sein. Die vorliegende Studie untersucht dieses Kontrollgefühl in Abhängigkeit von computergesteuerten, selbst initiierten sowie zufälligen Richtungswechseln. Im Zentrum steht dabei die Frage, inwieweit Personen bei visuell mehrdeutigen Stimuli das Gefühl entwickeln, einen Richtungswechsel selbst verursacht zu haben und zu welchem Zeitpunkt dieses Gefühl der Agency auftritt. Die Ursachenzuschreibung eines Richtungswechsels wird dabei durch die individuelle kognitive Verarbeitung der Versuchsperson bestimmt. Es wird angenommen, dass das Gefühl der Handlungskontrolle stärker ausgeprägt ist, wenn Richtungswechsel aktiv durch die Versuchsperson ausgelöst werden. Zudem wird vermutet, dass zeitliche Verzögerungen zwischen Handlung und Effekt zu einer Abschwächung des Kontrollgefühls führen. Für computergesteuerte Richtungswechsel wird ebenfalls ein geringeres Gefühl der Handlungskontrolle erwartet. Die Datenerhebung erfolgte im Rahmen eines Laborexperiments. Den Versuchspersonen wurde auf einem Computerbildschirm eine rotierende Punktewolke in Form einer Kugel präsentiert. Durch Betätigung einer Action-Taste konnten sie einen Richtungswechsel auslösen, dem eine sechs Sekunden lange Cool-down-Phase folgte. Mithilfe der vier Pfeiltasten (Computer / Ich / spontan / unsicher) gaben die Versuchspersonen an, wem sie den jeweiligen Richtungswechsel zuschrieben. Die Stichprobe bestand aus zwölf Versuchspersonen, die jeweils 15 Durchgänge absolvierten. Die Datenanalyse erfolgte mithilfe eines Random-Forest-Modells, welches zeitliche und verhaltensbezogene Parameter zur Vorhersage der Attribution heranzog. Die Ergebnisse zeigen, dass Selbstzuschreibungen besonders dann auftraten, wenn kurz vor dem Richtungswechsel eine aktive Handlung ausgeführt worden war. Computerattributionen nahmen hingegen zu, wenn kein Tastendruck erfolgt war und längere Zeitintervalle zwischen den Richtungswechseln lagen. Unsicherheitszuschreibungen traten insbesondere bei größeren Zeitabständen zwischen den Richtungswechseln auf, während Zufallszuschreibungen unabhängig von Handlung und Zeit variierten. Insgesamt verdeutlichen die Ergebnisse, dass das Gefühl der Handlungskontrolle das Resultat aktiver kognitiver Bewertungsprozesse ist. Agency entsteht nicht automatisch durch bloße Wahrnehmung von Ereignissen. Entscheidend ist vielmehr, dass Personen ihre eigene Handlung subjektiv mit einem bestimmten Effekt verknüpfen, insbesondere in Situationen, in denen Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge nicht eindeutig erkennbar sind

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P13

Gefangen im Show Hole: Wie Binge-Watching Emotionen und Serienmotivation beeinflusst
Mara Döring, Charlotte Eckermann, Hannah Obermayer, & Valeria Scheiermann
Supervisor: Anna Maria Schmid
Abstrakt Streamingdienste und Serienkonsum sind fester Bestand des Alltags vieler Menschen. Besonders das Binge-Watching (= das Ansehen mindestens 2 oder 3 Folgen der gleichen Serie in einer Sitzung) hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Im Fokus dieser Studie stand das sogenannte „Show Hole“ (= das emotionale Tiefgefühl nach dem Abschluss einer Serie), zu dem die Forschungslage zu diesem Zeitpunkt noch rar ist. Die Daten (N = 94) wurden mittels eines Onlinefragebogens mit selbsterstellten Items über den letzten Serienabschluss, Serienkonsum und die emotionale Reaktion erfasst. Die erste Forschungsfrage beschäftigte sich mit dem Unterschied der Intensität des empfundenen Show Holes zwischen Personen, die eine Serie gebinge-watched haben und solchen, die sie über einen längeren Zeitraum verteilt geschaut haben. Ein unabhängiger t-Test zeigte keinen signifikanten Unterschied. Im Zuge der zweiten Forschungsfrage wurde untersucht, ob ein Zusammenhang zwischen der Intensität des Show Holes und der Motivation, unmittelbar mit einer neuen Serie zu beginnen, besteht. Die Intensität des Show Holes erwies sich mittels einer Regressionsanalyse jedoch nicht als signifikanter Prädiktor für die Motivation. Diese Studie liefert einen wichtigen empirischen Beitrag zu einem bislang wenig erforschten Phänomen. In Zukunft sollten standardisierte Messinstrumente zum Show Hole entwickelt werden und weitere individuelle sowie situative Einflussfaktoren genauer beleuchtet werden.

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P14

Binge-Watching und ihre Motive
Marie Knoefler, Mia Wagner, Katharina Goetz, & Selina Kraemer
Supervisor: Anna Maria Schmid
Abstrakt Binge-Watching beschreibt das fortgesetzte Konsumieren mehrerer Episoden einer Serie am Stück und über die ursprünglich geplante Zeit hinaus.Studien zeigten, dass Stimulation und innere Leere füllen Gründe für Binge-Watching Verhalten sein können. Stimulation zu erreichen ist typisch für ADHSSymptomatik, während Depressivität oft mit einem Gefühl von innerer Leere einhergeht. Forschungsziel war, die Zusammenhänge zwischen den beiden Symptomatiken und den unterschiedlichen Motiven zu untersuchen. Die Binge-Watching Motive „Innere Leere füllen“ und „Stimulation“ wurden über einen selbst erstellten Fragebogen erfasst. Außerdem wurde ein Screening auf ADHS und Depressivität mittels der Fragebögen ASRS-V1.1 und PHQ-9 durchgeführt. Die Stichprobe umfasste N=48 Versuchspersonen. Die Ergebnisse der Auswertung zeigten, dass die Symptomatiken, wie vermutet, mit den Motiven angenommenen korrelierten, jedoch gab es ebenfalls einen positiv signifikanten Zusammenhang zwischen Depressivität und Stimulation, sowie ADHS und innere Leere füllen. Die Untersuchung zeigte, dass die Motive miteinander korrelierten, was darauf zurückzuführen sein könnte, dass ADHS und Depressivität komorbide sind. Durch weitere Forschung zum Zusammenhang zu Krankheitssymptomatiken und Binge-Watching können problematische Coping-Mechanismen therapeutisch aufgearbeitet und passende Alltagsstrategien entwickelt werden.

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P15

Empathie und Binge-Watching
Lea Müller, Lea Raithel, & Miriam Rebekka Tschanter
Supervisor: Anna Maria Schmid
Abstrakt Binge-Watching (BW) ist ein relativ neues Phänomen und hat in den vergangenen Jahren mit dem Aufkommen verschiedenster Streamingplattformen stark an Beliebtheit dazugewonnen. Die bisherige Forschung konnte bereits einen Zusammenhang zwischen BW und Narrativer Transportation (NT) (dem psychischen Zustand, in dem Rezipient*innen sich in einer Erzählung „verloren“ fühlen) finden, welche wiederum eng mit Empathie verbunden ist. Aus diesem Grund war unser Ziel, herauszufinden, ob zwischen Empathie und BW eine positive Korrelation besteht und inwiefern dieser durch NT mediiert wird. Mithilfe eines Online-Fragebogens (Gelegenheitsstichprobe, N=96) wurden Empathie (Basic Empathy Scale), NT (Narrative Scale) und BW-Häufigkeit erfasst. Die Ergebnisse zeigten weder einen signifikanten Zusammenhang zwischen Empathie und BW, noch einen mediativen Einfluss von NT. Auf bivariater Ebene wurden die Korrelationen zwischen Empathie und NT, sowie zwischen NT und BW signifikant. Auch wenn unsere Hypothese somit nicht bestätigt werden konnte, gibt es Hinweise darauf, dass NT eine Rolle spielt. Deshalb sollte hierauf sowie auf die unterschiedlichen Facetten von Empathie eine verstärkte Aufmerksamkeit gerichtet werden.

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P16

Experimentelle Effekte von Raumlicht auf Kognition und Emotion &unabhängige Effekte aktueller Stimmung auf kognitive Leistungsfähigkeit
Cinja Gluch, Felizia Munz, Greta Bergner, & Lilly Hofmann
Supervisor: Vivien Schreiber

Poster

P17

Effekte von Raumlicht auf Kognition und Emotion unter Berücksichtigung der Schlafqualität
Lena Kampic, Ronja Sternal, Yelyzaveta Babina, & Serena Sommer
Supervisor: Vivien Schreiber

Poster

P18

Experimentelle Effekte von Raumlicht auf Kognition, Emotion und der Einfluss des Chronotyps
Linda Keller, Charlotte Schöne, & Tatjana Raabe
Supervisor: Vivien Schreiber

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